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Das „Grüne Auto“? – Was ist das?

Alles übers „Grüne Auto“!

Wir alle haben vor einiger Zeit über den Fahrtenvermittler Uber geredet und diesen soge-nannten alternativen Taxibetrieb, als neue Bedrohung für das Taxen- und Mietwagenge-werbe wahrgenommen. Diese Bedrohung war zwar noch weit weg, aber für uns doch sehr real.

Jetzt müssen wir uns mit einem ähnlichen Problem auseinandersetzen. Dieses ist nicht mehr weit weg, sondern befindet sich schon direkt vor unserer Haustür. Das Problem heißt „Grünes Auto“ und wurde vom NVV ins Leben gerufen.

Was ist das „Grüne Auto“?

Das „Grüne Auto“ ist ein privater PKW, der im Auftrag des NVV Fahrgäste befördert. Dieses Fahrzeug braucht keine besondere Prüfung durch den TÜV (BO Kraft) und keine besondere KFZ Versicherung, wie das bei Taxen und Mietwagen üblich ist.

Wer kann dieses „Grüne Auto“ fahren?

Jeder, der einen gültigen Führerschein hat. Der Fahrer braucht keinen Personenbeförderungsschein, kein polizeiliches Führungszeugnis und auch keinen Gewerbeschein. Das einzige was der Fahrer braucht, ist ein Auto. Und dies muss nicht mal Grün sein.

Wie wird man Fahrer eines „Grünen Autos“? Wie bekommt der Fahrer seine Aufträge?

Dies ist sehr einfach! Der Fahrer meldet sich beim NVV mit dem eigenen Fahrzeug an. Immer dann. wenn er sein Fahrzeug nutzen will, gibt er dem NVV durch wann und wohin er zu fahren gedenkt. Er bekommt dann gesagt, an welcher Haltestelle des NVV er einen Fahrgast abholen soll und an welcher Haltestelle des NVV er diesen wieder absetzen muss. Das Ganze ähnelt ein wenig, der uns bekannten Frühsammeltaxe.

Wo ist das „Grüne Auto“ schon in Betrieb?

Im Raum Niedenstein und im Raum Meisner. Hier werden durch das „Grüne Auto“ einige Buslinien am Abend ersetzt. Ziel dieser Aktion könnte es sein, auf diese Weise bestimmte Buslinien ganz oder teilweise zu ersetzen.

Wir, die IG der Kutscherinnen und Kutscher haben diesbezüglich bereits Kontakt mit der Gewerkschaft ver.di aufgenommen und werden versuchen in Kooperation, etwas gegen die schleichende Ausdünnung der Personenbeförderung durch den NVV zu unternehmen.

Am-Dach
Bei Tag und bei Nacht – Für immer unterm Dach!

Taxen und Mietwagen zusammen?

Taxen und Mietwagen zusammen?
Wie ist das gemeint?
Was will unsere IG?

Fr-Erbert-Strasse

Wir möchten an dieser Stelle mit einem Gerücht aufräumen, dass immer wieder an uns herangetragen wird. Demnach duldet die IG der  Kutscherinnen und Kutscher E.V. grobe Verstöße von Mietwagen gegen die Rückkehrpflicht und stört sich nicht an deren regelwidrigem Bereithalten.

Dem ist aber nicht so! Auch wir sind dafür, dass diese Verstöße entsprechend geahndet werden. MietwagenfahrerInnen, denen solche Verstöße nachgewiesen werden, können nicht Mietglied der IG sein.

Nur … VORSICHT!!! Was wir von MietwagenfahrerInnen verlangen, sollte dann auch für TaxifahrerInnen gelten.

Was unsere IG will, ist Zusammenarbeit statt Krieg!

Taxen- und MietwagenfahrerInnen haben oft die gleichen Probleme. Auch sie haben Schwierigkeiten sich ihren Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Sie haben Chefs, bekom-men keinen gerechten Lohn und werden zusammen mit uns, die kärglich ausfallende Al-tersrente verprassen. Auch sie haben Schwierigkeiten ihren Job vernünftig zu erledigen. Zudem kritisieren sehr viele MietwagenfahrerInnen ebenfalls das Verhalten einiger KollegInnen.

Und genau das ist für uns wichtig! Wenn wir uns zusammenschließen und uns gemeinsam zur Wehr setzen, dann sind Erfolge im  Personenbeförderungsgewerbe – unserer Meinung nach – eher zu erreichen. Wollen wir etwa, wenn ein Unternehmen wie Uber in Kassel versucht Fußzufassen, einen Zweifrontenkrieg führen? Oder wollen wir gemeinsam dagegen vorgehen?

Dieser Wille zur Zusammenarbeit kann langfristig dazu führen, dass wir untereinander Lösungen finden, wie wir illegales Bereithalten und unkollegiales Verhalten von Mietwa-genfahrerInnen, aber auch von TaxifahrerInnen untereinander, in den Griff bekommen.

Deshalb: Gemeinsam und nicht gegeneinander

HR-Hessenschau vom 07. Mai 2015 – Die IG zu Gast bei Stadtbaurat Nolda!

Unter dem Titel
Kassel:
Taxifahrer sauer über Fußgängerzone“

berichtete der HR in der Hessenschau über den Mißstand, das weder Taxen noch Mietwagen alte, gehbehinderte und gesundheiltlich angeschlagene Patienten, zu den Praxen der Ärztinnen und Ärzten in der Kasseler Innenstadt (Fußgägngerzone) befördern dürfen.

Auch wurde von der Zusammenkunft von Ärzten, Patienten und der IG der Kutscherinnen und Kutscher (IGK) – auf deren Initaitive hin diese zustande kam – mit dem Verantwortlichen der Stadt Kassel – Stadtbaurat Nolda berichtet.


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