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Informationsseite für Taxi- und Mietwagenfahrer*innen!

Die Informationsseite für „Kutscherinnen und Kutscher“ ist für alle im Taxi- und Mietwagengewerbe beschäftigten Kolleginnen und Kollegen in der Nordhessischen Region, „Kassel und Umgebung“ gedacht. Einige – nicht wenige – Themen werden auch bundesweit von Bedeutung sein!

An dieser Stelle soll künftig, neben den ganz alltäglichen Problemen im Personenbeförderungsgewerbe, auch über Neuigkeiten und Entwicklungen  – von weitreichender Bedeutung – für das Gewerbe berichtet werden. Dabei geht es um neue Trends und Pläne von größen Investoren, die mit neuen Ideen – z. B. selbstfahrende Taxen – Gewinne bei der Personenbeförderung einstreichen wollen. Einige bedrohen das Taxi- und Mietwagengewerbe ganz allgemein, andere unmittelbar die Existenz von uns Fahrerinnen und Fahrern. Damit werden wir uns in naher Zukunft auseinandersetzen müssen.

Die Gegnerschaft zwischen Taxi- und Mietwagenkolleg*innen wird auf dieser Seite nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Denn: Wenn der Hauptschwerpunkt letztendlich nur darin besteht, Mietwagenfahrer*innen platt zu machen, bzw. Unternehmen in denen diese arbeiten zu eliminieren, dann greift dies zu kurz. Dies könnte im Höchstfall für ein kurzfristiges, wenn auch nur geringfügiges Ansteigen der Umsätze auf Seiten der Taxifahrer*innen sorgen. Eine stabile, existenzsichernde Zukunftsperspektive ergibt sich daraus nicht. Zudem arbeiten auf „beiden Seiten der Medaille“ die Kolleginnen und Kollegen unter sehr ähnlichen und wenig zufriedenstellenden Bedingungen. Auch könnten wir uns eines Tages gegenseitig brauchen. Besonders mit Blick auf zukünftige Entwicklungen im Gewerbe. Der gesetzliche Mindestlohn und das Auftauchen dubioser Geschäftemacher mit Taxi-Apps sind da nur ein kleiner Vorgeschmack.

Diesen neuen Herrausforderungen müssen wir uns stellen!

Um eine geschlossene Gegenwehr in Gang zu setzen und den Blick über den Tellerrand hinaus zu schärfen, wird diese Seite – die vormals von der IG der Kutscherinnen und Kutscher betrieben wurde – nun als allgemeine Informationsseite für Taxi- und Mietwagenfahrer*innen weitergeführt. 

Jede Kollegin und jeder Kollege ist herzlich dazu eingeladen, sich mit Inhalten, aber auch an der Gestaltung der Seite, zu beteiligen. Jeder Beitrag, jedes Foto, Kommentare und Anregungen etc. sind willkommen. Dazu kann als schnellste Möglichkeit, dass Kontaktformular genutzt werden. Natürlich ist auch der Postweg möglich. Das Formular, eine E-Mailadresse und die Postanschrift ist unter dem Link – KONTAKT – im obigen Menue zu finden.

Vielleicht kommen wir ja auch mal hin und wieder zusammen, um uns über all jene Dinge auszutauschen, die uns auf den Nägeln brennen.

Fakt ist: Das Vertrauen, das eine handvoll aktiver Kolleginnen und Kollegen unsere Probleme schon irgendwie regeln werden, läuft ins Leere. Die IG der Kutscherinnen und Kutscher ist letztendlich daran gescheitert. Langfristig kommen auch wir Taxen- und Mietwagenfahrer*innen nicht ohne einen starken, durchsetzungsfähigen Zusammenschluss – auch überregional – aus. Nur wenn alle mit anpacken, können wir unsere Lebensrealität verändern. Verbessern!!!

Fazit: Das Personenbeförderungsgewerbe gehört kräftig umgekrempelt. Es muss sich – wenn es denn eine Zukunft haben soll – neuen Anforderungen und Bedürfnissen stellen. Dabei ist es absolut wichtig, dass diese Veränderungen – die auf das Gewerbe zukommen – nicht über unsere Köpfe hinweg und zu unserem Nachteil stattfinden.

„Das Personenbeförderungsgewerbe von heute, wird in nicht allzu ferner Zeit keine Zukunft mehr haben. Wir müssen endlich wach werden, unsere Trägheit – zu der sicherlich auch unsere Arbeitsbedingungen erheblich beitragen – überwinden und uns für die Zukunft rüsten.“

Ein erster Schritt könnte die gelegentliche, aber auch gerne ständige Mitarbeit an dieser Seite sein.

Die Redaktion

Ps.:  Alle ehemaligen IGK-Materialien, Beiträge, Aktionen etc. findet ihr unter dem Link – Seiten der IGK

Auch die Facebookseite der IG wird in diesem Sinne weiter betreut: https://www.facebook.com/igkutsche/

Gründungsveranstaltung der IG der Kutscherinnen und Kutscher!

Am Dienstag, den 28. Oktober hat sich die Interessensgemeinschaft (IG) der Kutscherinnen und Kutscher gegründet. Sie versteht sich als Interessensvertretung aller Taxi- und MietwagenfahrerInnen in Kassel und Umland.

“ Die Interessensgemeinschaft der Kutscherinnen und Kutscher ist eine Organisation, die sich allein den Interessen der im Taxi- und Mietwagengewerbe beschäftigten Kolleginnen und Kollegen verpflichtet fühlt. In ihr schließen sich erstmals TaxikollegInnnen und MietwagenkollegInnen, die sonst eher für ihre Gegnerschaft zu einander bekannt sind, zusammen. Denn es gibt in der Tat mehr Verbindendes als Trennendes. Wir arbeiten unter sehr ähnlichen, wenig zufriedenstellenden Bedingungen. … Es ist an der Zeit, weiter in die Zukunft zu blicken. Unser Kleinkampf – Jede/r gegen jede/n, Unternehmen gegen Unternehmen und Taxigewerbe gegen Mietwagen – gehört auf den Müll. … Was wir brauchen ist eine Organisation die über den Tellerrand hinaus blickt. Die unsere Interessen als abhängig Beschäftigte im Blick hat. Eine Organisation, die sich mit anderen überregionalen Initiativen von Kutscherinnen und Kutscher vernetzt, um endlich unüberhörbar unsere Interessen aus unseren Kutschen heraus, rein in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Diskussion bringt. … “ (Vorwort zur Satzung der IG)

Beide Veranstaltungen zur Gründung – eine für die KollegInnen der Tagschicht und eine für jene der Nachtschicht – waren gut besucht. Dabei zeichnete sich ab, dass die Arbeitsunzufriedenheit und die Zukunftsängste der Kolleginnen und Kollegen einen Grad erreicht haben, der keinen Aufschub mehr duldet und zu sofortigem Handeln zwingt.

Festgestellt wurde, dass die Konkurrenz Taxi gegen Mietwagen bei weitem nicht das größte Problem darstellt. Seit Jahren nehmen die Fahrgastzahlen ab. Die Straßenbahnen fahren in alle Richtungen auf das Umland. Extra-Busse bringen Fahrgäste vom ICE-Bahnhof direkt zu den Flughäfen in Paderborn und Calden. Auch die Kasseler selbst nutzten heute häufiger die KVG, statt wie früher auf Taxen und Mietwagen zurückzugreifen. Auch die Zahl der Kasseler, die sich von einem Bekannten oder Familienmitglied – zum Beispiel vom ICE-Bahnhof – abholen lassen, steigt ständig. Damit nicht genug, nutzen immer weniger potenzielle Kunden Taxen und Mietwagen, für Dienstleistung wie Essensfahrten (Besorgungsfahrten) etc. Die Gaststätten in der Kasseler Innenstadt sind – aufgrund der wirtschaftlich immer noch angespannten Lage und der Folgen für die Geldbörse des „kleinen Mannes“ – in der Woche oft wie leergefegt.

Thema war auch die Unsicherheit, die sich aus der Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes – in mindest einem größeren Unternehmen wurde bereits allen Beschäftigten zum Ende des Jahres gekündigt – für das Fahrpersonal ergibt. Ebenso sehen die KollegInnen ihre Existenz durch das Auftauchen sogenannter Taxi-Apps, wie beispielweise Uber, bedroht. Krankenkassen, städtische Behörden und Ämter wurden wegen ihrer Vergabepraxis von Festfahrten äußerst heftig kritisiert. Diese legten in der Regel kaum Wert auf eine qualifizierte, sichere Beförderung und suchten stattdessen nach den billigsten Anbietern. Die IG wird deshalb die Einführung und Umsetzung des gesetzlichen Mindestlohnes kritisch begleiten, sich gegen die Taxi-Apps in geeigneter Art und Weise zur Wehr setzen und ein Umdenken bei Ämtern und Behörden einfordern.

Die Mitglieder der Interessensgemeinschaft (IG) der Kutscherinnen und Kutscher wollen nicht darauf warten, dass ihr Gewerbe zugrunde geht und damit ihre Existenzgrundlage in Frage gestellt wird. „Wir haben es satt darauf zu warten, dass Andere – städtische Behörden, Unternehmen und Politiker – endlich aktiver werden.“ In letzter Konsequenz sind es die Kolleginnen und Kollegen, die am Ende die Folgen dieser Fehlentwicklungen zu tragen haben.

Das Gewerbe muss erhalten bleiben und die Existenz der dort Beschäftigten langfristig gesichert werden. Auch müssen neue Einsatzmöglichkeiten von Taxen- und Mietwagen gefunden, der Taxen und Mietwageneinsatz neu definiert werden. So gab es beispielweise vor einigen Jahren keine Rollstuhltaxis. Heute sind diese Teil des Stadtbildes.

Große und viele kleine Probleme – wie zum Beispiel die Zugänglichkeit zu den Ärztinnen und Ärzten in der Kasseler Innenstadt – erschweren zudem eine gute Serviceleistung des Taxen- und Mietwagengewerbes. Die Verbesserung des Service für die Kundschaft, gehört deshalb ebenfalls zu den Zielen der IG. Es sind die FahrerInnen die sich die Klagen gehbehinderter, kranker und alter Menschen anhören müssen, wenn diese mehrere hundert Meter zum Taxi oder Mietwagen laufen oder wieder einmal länger warten mussten, weil die Anfahrt zu den Arztpraxen in der Kassler Innenstadt höchst problematisch ist.

Eine der ersten Initiativen der IG geht denn auch in diese Richtung. Die IG der Kutscherinnen und Kutscher wird sich in nächster Zeit mit allen in der Kasseler Innenstadt ansässigen Ärztinnen und Ärzten in Verbindung setzen. Geplant ist eine Unterschriftensammlung unter den betroffenen Patienten. Die Kolleginnen und Kollegen wollen selbstverständlich keinen Freifahrtsschein – rund um die Uhr – in der innerstädtischen Fußgängerzone. Aber zu den Sprechzeiten der dortigen Praxen sollten Möglichkeiten gefunden werden, diese besser anfahren und ohne die Gefahr eines Bußgeldes bedienen zu können.

Selbst kleinen Problemen nimmt sich die IG der Kutscherinnen und Kutscher an. Warum eigentlich müssen Kolleginnen und Kollegen für die Toilettenbenutzung am ICE-Bahnhof zahlen, wo sie doch indirekt eine Serviceleistung für die deutsche Bahn erbringen?

Die IG der Kutscherinnen und Kutscher hat sich viel vorgenommen. Am 28. Oktober haben wir den ersten Schritt getan und uns gegründet. Sicher ist schon jetzt, dass wir in der Zukunft öfter von uns hören lassen werden. Uns geht es nicht nur darum, allein egoistisch, für unsere Interessen einzutreten. Wir wollen solidarisch, mit Blick über den Tellerrand, das Zusammenspiel aller auf uns angewiesenen Kunden, Ämtern, Behörden, Vereinen, Organisationen und Unternehmen, das Leben in Kassel bezüglich der Personenbeförderung ein wenig besser machen.

E-Mail: IG-Kutsche [at] gmx [dot] de
Facebook: https://www.facebook.com/igkutsche

Offener Brief 01. Sept. 2014

von Jack Boettcher

An die Kasseler Taxifahrerinnen und Taxifahrer

Hallo Kolleginnen! Hallo Kollegen!

Ich möchte mich heute in einem Offenen Brief an Euch wenden. Grund für diesen Brief ist das ewige Gerede über die schlechten Umsätze sowohl in der Tagschicht wie auch in der Nachtschicht. Ich stimme Euch natürlich zu, die Umsätze sind nicht die besten und könnten sicher um einiges Höher sein. Aber habt Ihr Euch mal gefragt warum die Umsätze so sind wie sie im Moment sind? Ich glaube dass viele von uns sich darüber noch keine Gedanken gemacht haben.

Wir könnten nun sagen, an all dem sind die Mietwagen schuld! Aber machen wir es uns da nicht etwas zu einfach!

Sollten wir nicht auch mal bei uns selbst nach Fehlern suchen warum sehr viele Fahrgäste nicht mehr mit uns fahren? Ich werde im Nachfolgenden noch darauf eingehen. Auch möchte ich auf das geänderte Fahrverhalten der Fahrgäste eingehen.

Habt Ihr mal überlegt wo heute Straßenbahnen, Busse und die Regio Tram hinfahren?

Für alle die es noch nicht gemerkt haben! Die Straßenbahn fährt nach Baunatal, Kaufungen, Helsa, Hess. Lichtenau und Vellmar. Busse fahren zum Flughafen Calden und zum Flughafen Paderborn. Die KVG hat ihr Schienennetz soweit ausgebaut, dass etwa alle 300 Meter eine Haltestelle zur Verfügung der Fahrgäste steht.

Ihr solltet auch mal darauf achten wie viele Fahrgäste privat abgeholt werden. Abgeholt werden nicht wie früher Personen aus dem Umland, sondern vermehrt auch Personen aus dem Stadtgebiet.

Die älteren Fahrer und Fahrerinnen können sich sicher noch an die Vielzahl der Gaststätten im Raum Wilhelmshöhe und im Stadtgebiet erinnern, die nicht mehr vorhanden sind. Früher hatten die meisten Gaststätten bis 01:00 Uhr auf. Heute nicht mal bis 23:00 Uhr.

Fragt doch mal bei den Unternehmern nach, wann die größte Taxizentrale in Nordhessen so etwas wie Werbung in den verbleibenden Gaststätten und Hotels gemacht hat. Ihr werdet einen Schreck bekommen, denn dass ist schon eine kleine Ewigkeit her.

Wer von uns macht denn in der Nachtschicht heute noch Essens- oder Besorgungsfahrten? Ich habe jedenfalls seit Jahren weder das eine noch das andere gemacht. Diese Fahrten waren früher an der Tagesordnung und gehörten einfach zum Standartprogramm in der Nachtschicht.

Heute gehören Pilotenfahrten zu den großen Ausnahmen in der Nachtschicht, noch vor wenigen Jahren waren diese Sonderfahrten jede Nacht eine Selbstverständlichkeit.

Ich möchte mich kurz mit den Fahrerinnen und Fahrern am Bahnhof Wilhelmshöhe befassen. Ich weis dass die Mehrzahl der Fahrerinnen und Fahrer ihre Arbeit sehr gut macht. Aber für diese Fahrerinnen und Fahrer gilt natürlich auch, dass es einiges zu verbessern gibt. Denn keiner ist Perfekt!

Ich frage mich immer woher einige Fahrerinnen und Fahrer sich das Recht nehmen, sich über die Umsätze zu beschweren. Dieselben Kolleginnen und Kollegen lehnen die sogenannten Kurzfahrten ab und warten auf die Fahrt nach Frankfurt, die natürlich nicht kommt. Diesen Fahrerinnen und Fahrern scheint nicht bewusst zu sein, dass sie damit eine Ordnungswidrigkeit begehen, die bei einer Meldung an das Ordnungsamt eine Geldstrafe nach sich zieht und den Personenbeförderungsschein kosten kann. Der Fahrgast möchte einfach nur nach Hause oder in sein Hotel und kann nichts dafür, wenn Mann/Frau bereits seit 1 oder 2 Stunden am Dach steht.

Ihr solltet mal Überlegen ob der Fahrgast den man gerade abgelehnt hat, noch die Zentrale anruft, wenn er zum Essen fahren möchte. Ich kann mir das nicht vorstellen. Bitte überdenkt das Verhalten gegenüber dem Fahrgast.

Alle anderen möchte ich bitten, versucht mit diesen Kollegen/innen ins Gespräch zu kommen und macht Ihnen unsere Situation klar. Sollte dies zu keinem Ergebnis führen, schreibt gegen die Fahrer oder Fahrerinnen eine Meldung und gebt die Meldung beim Ordnungsamt ab. Denn diese so genannten Kolleginnen und Kollegen treiben mit ihrem Verhalten auch den letzten Fahrgast in die Arme der Mietwagen.

Die Ausreden dieser Fahrerinnen und Fahrer sind einfach nur schlecht und gehen von: „Ich konnte das Gepäck nicht verladen, bis ich weis nicht wo die Straße oder das Hotel ist“.

Nun ein paar Worte zum Verhalten des Fahrpersonals am Halteplatz Dach. Man muss sich immer wieder über die Lautstärke des Personals bei Unterhaltungen wundern. Es gibt Fahrer/innen, die sind in der Lage den gesamten Willy Brandt Platz zu beschallen. Auch versetzt es mich immer in eine gewisse Verwunderung, wenn 10 Fahrzeuge mit laufenden Motoren am HP stehen, aber die Fahrer/innen neben den Fahrzeugen stehen.

Da sind dann auch noch die Fahrer/innen die permanent ihre Fahrzeuge nicht vorziehen, weil es wichtigere Sachen gibt die man erledigen muss. Wie zum Beispiel Kartenspielen, Einkaufen oder am Bahnhof spazieren gehen. Alle diese Sachen tragen dazu bei, dass an vielen Tagen ein Rückstau entsteht, der auf der Wilhelmshöher Allee endet.

Auch ist es an der Tagesordnung das Fahrer/innen an die Gleise gehen um sich dort die Fahrgäste zu holen. Die Fahrgäste werden regelrecht genötigt in das eigene Taxi zu steigen, wenn diese einen Bahnschein haben.

Eine Besonderheit greift bei Verspätungen der DB immer mehr um sich. Nämlich, dass die ersten 5 Taxifahrer/Innen die Fahrzeuge verriegeln und im Bahnhof Fahrgäste nach Bahnscheinen fragen, während andere Fahrgäste (schon) an den Fahrzeugen stehen und auf die Fahrer/Innen warten. Ich möchte in diesem Zusammenhang noch einmal auf die Taxiordnung der Stadt Kassel verweisen die aussagt, dass sich der/die Fahrer/in in unmittelbarer Nähe seines Fahrzeuges aufzuhalten hat. Alles andere ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Ordnungsgeld bestraft werden.

Kann es sein, dass sich der Fahrgast für viele in der Fahrerschaft zu einem Ärgernis oder einem störenden Faktor während der Dienstzeit entwickelt hat? Ich kann mir das Verhalten einiger Fahrer/innen sonst nicht erklären. Die Fahrer/innen bleiben in den Fahrzeugen sitzen und schauen Fernsehen oder lesen die Zeitung, während der Fahrgast am Auto steht und darauf wartet das sein Gepäck verladen wird. Viele machen nicht einmal mehr selbst den Kofferraum auf. Dafür ist der Fahrgast da. Denn der will doch fahren. Ich als Fahrer will meine Ruhe haben und nicht gestört werden

„Der Fahrgast zahlt uns unseren Lohn!“

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, ändert Eure Einstellung zu den Fahrgästen, sonst sind wir in kurzer Zeit nur noch ein Auskunftsbüro. „Wo fahren die Fernbusse oder wie komme ich zum Penta Hotel?“

Noch einmal zu unserem Lieblingsthema, den Mietwagen. Seit einiger Zeit schreiben wir die Mietwagen am Willy Brandt Platz auf und haben damit einige Erfolge, da die Mietwagen kaum noch am Dach stehen. Das ist ein Erfolg den wir gemeinsam erreicht haben. Viele haben mich belächelt als ich sagte, das dass Aufschreiben Sinn macht und uns über kurz oder lang Erfolg bringt. Denen, die mitgemacht haben, möchte ich danken und Euch bitten: Macht weiter so!

Ich frage mich aber, warum nicht auch in der Friedrich Ebert Straße usw. aufgeschrieben wird. Liegt das daran, dass die Taxen dort auch nicht legal auf Fahrgäste warten? Nicht nur die Mietwagen stehen illegal, sondern auch viele Taxen? Ach! Hätte ich beinahe vergessen! Die haben ein Gelbes Schild auf dem Dach und haben Sonderrechte!?

Liebe Kolleginnen und Kollegen ich glaube, dass wir alle froh sein können, dass das Ordnungsamt zurzeit nicht so streng kontrolliert, wie es ein Teil der Fahrerschaft gern hätte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich eine Behörde dazu einspannen lässt nur die Mietwagen, aber nicht die Taxis in ausreichender Form zu kontrollieren.

Ich möchte Euch nun noch mein weiteres Vorgehen in Sachen Mietwagen kurz darlegen.

In den nächsten Wochen und Monaten werde ich versuchen mit den MietwagenfahrerInnen und deren UnternehmerInnen, sowie den Mietwagenzentralen Gespräche über die Situation im Gewerbe zu führen. „Das Ziel dieser Gespräche ist es, die momentane Situation nicht eskalieren zu lassen, sondern wieder eine friedliche Koexistenz zwischen den Taxen und Mietwagen herzustellen.“ Ich weis, dass wieder viele von Euch darüber lächeln und dies für unmöglich halten.

Ich aber weis: Wer nichts macht und keine Ziele mehr hat, der hat schon verloren bevor das Spiel richtig begonnen hat.

Ich möchte abschließend noch ein paar Worte über mein Engagement zur Gründung einer wirklichen IG des Personenbeförderungsgewerbes verlieren. Ich glaube nicht das es das Interesse einer IG sein kann, wenn man nur ein Thema hat und nicht in der Lage ist, weiteren wichtigen Themen Beachtung zu schenken oder sie gar verschweigt. Es ändert auch nichts, wenn man die Schuld nur bei anderen sucht und nicht in der Lage ist vor seiner eigenen Haustür zu kehren. Ich möchte einen fairen Wettbewerb mit allen Beteiligten und keinen, auch nicht die Mietwagenfahrer dabei ausgrenzen. Aus diesem Grund habe ich mich Entschlossen in der IG der Kutscherinnen und Kutscher aktiv mitzuarbeiten. Ich habe das oben beschriebene Verhalten einiger Fahrerinnen und Fahrer satt. Denn deren Verhalten hat nichts mit Kollegialität zu tun! Mein Ziel ist es, diese wieder herzustellen!

Denn das gegenseitige Austricksen wirkt auch in den Reihen des Taxenpersonals. Jede/r gegen jede/n! Da hilft auch der erklärte Krieg gegen die Mini-Cars nicht wirklich weiter! Der Kampfplatz wird nur für kurze Zeit außerhalb des eigenen Territoriums geführt. Die Zeiten werden nicht besser! Wann erklären wir uns untereinender den Krieg?

Ich möchte mich für Euer Vertrauen, dass Ihr mir entgegen gebracht habt bedanken und hoffe dass ich dieses Vertrauen auch weiter habe.

Fette Beute und Allzeit Gute Fahrt wünscht Euch: Jack