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MiniCar Kassel zeigt Kasseler Taxi-FahrerInnen wegen illegalem Bereithalten an!

Rathaus-Webseite
ES REICHT!!!

Das dachten sich wohl auch die Verantwortlichen der SCM GmbH (MiniCar Kassel), als sie Taxen die sich illegal vor Diskotheken bereit hielten aufschrieben und anschließend beim Ordnungsamt meldeten.

Laut Aussage der Geschäftführung der SCM GmbH handelt es sich hierbei um eine Reaktion auf die einseitige Ahndung der Verletzung der Rückkehrpflicht von MiniCar-FahrerInnen, durch die Kasseler Ordnungsbehörde. So seien beispielsweise zur Karnevalszeit, vor dem „Düsseldorfer Hof“ nur Ordnungswidrigkeiten von MiniCar-FahrerInnen wegen illegalem Bereithalten geahndet worden, obwohl sich dort TaxifahrerInnen – in langer Schlange aufgereiht – ebenfalls nicht an die Spielregeln gehalten hätten.

Es heißt sogar: Das Ordnungsamt habe seit einiger Zeit extra zwei Beamte dafür abgestellt, um ausnahmslos Verletzungen gegen die Rückkehrpflicht von MiniCar-FahrerInnen zu ahnden. Dabei hätten die Ordnungshüter sich regelrechte Verfolgungsfahrten mit MiniCar-FahrerInnen geliefert. Es soll zu einer Flut von Anzeigen gekommen sein.

Das wollte die Geschäftsführung der SCM GmbH so nicht mehr hinnehmen und hat nun darauf entsprechend reagiert. Sie hat ihrerseits Anzeigen gegen Taxi-FahrerInnen, die ebenfalls fortwährend – vor den Kasseler Diskotheken – gegen die Rückkehrpflicht verstoßen, zur Ahndung bei der Kasseler Ordnungsbehörde eingereicht.

Taxi-Kolleginnen und Kollegen die der Meinung sind, dass es sich dabei nur um eine Lappalie handelt und sie deswegen nicht belangt werden können, sei gesagt: Die Verantwortlichen der SCM GmbH werden unbedingt auf einer Ahndung, der von ihnen dokumentierten Ordnungswidrigkeiten, bestehen. Dafür sind sie bereit alle Register ziehen!

Fr-Erbert-Strasse

Liebe Kolleginnen und Kollegen Taxifahrerinnen und Taxifahrer!

Die IG der Kutscherinnen und Kutscher hat wiederholt darauf hingewiesen, dass so etwas irgendwann passieren kann. Denn es ist nun einmal so, dass z. B. vor den Diskotheken – egal wir besch… diese dort angeordnet sind – nur eine begrenzte Anzahl legaler Halteplätze zur Verfügung stehen. Jedes Taxi das dort zuviel steht, verstößt ebenfalls gegen die „Rückkehrpflicht“. Nämlich der Rückkehr auf einen ausgewiesenen, regulären Halteplatz an dem die angegebene Kapazität von Taxen, durch einen Halt dort, nicht überschritten wird.

Über die Probleme mit den Halteplätzen, wird unsere IG der Kutscherinnen und Kutscher auch weiter mit Vertretern der Stadt reden (verhandeln) müssen.

IG: Treffen mit den Verantwortlichen der SCM GmbH

Nach den Sommerferien ist außerdem ein Treffen mit den Verantwortlichen der SCM GmbH geplant. Die Bereitschaft zu einem Gespräch wurde uns bereits signalisiert. Vielleicht ist ja auch eine „friedliche“ Beilegung bzw. Entkrampfung des Konfliktes möglich.

Fakt ist, dass dieser Konflikt derzeit auf Kosten der FahrerInnen (MiniCar wie Taxi) geführt wird. Und dies in einer Zeit, wo die Umsätze immer weiter sinken. Das ganze Gewerbe braucht unbedingt einen innovativen Schub. Allein mit der Beförderung von Personen ob gesund oder krank, ob alt oder jung und ein paar Gegenständen wird das Gewerbe nicht überleben. Die Einführung von Rollstuhlfahrten war eine solche. Aber das reicht bei weitem nicht aus, um das Gewerbe zu retten und wieder rentabel zu machen. Das Gewerbe muss sich neu aufstellen und entsprechen umgebaut werden.

Da sind vor allem die UnternehmerInnen gefragt! Es reicht einfach nicht aus, am Ende der Schicht die Hand aufzuhalten und die wieder mal schlechten Umsätze zu beklagen.

Und! Liebe Kolleginnen und Kollegen TaxifahrerInnen!

Habt Ihr Euch schon mal gefragt was passieren wird, wenn die MiniCars im „Kampf“ besiegt wurden? Wobei wir, die IG der Kutscherinnen und Kutscher, einen solchen „Sieg“ nicht für möglich halten. Aber, mal angenommen! Wo werden wir die arbeitslos gewordenen FahrerInnen wiedersehen? Alle FahrerInnen z. B. der Kasseler MiniCar haben einen Personenbeförderungsschein mit Ortkenntnisprüfung. Unsere Chefs jedenfalls dürfte es freuen. Endlich ein Pool von FahrerInnen, aus dem sie sich die Besten aussuchen und noch ein wenig mehr Leistungsdruck auf uns ausüben können.

NEIN! „Kampf“ gegeneinander stellt nicht die Lösung unserer dringendsten Probleme dar. Die IG wird nach der Sommerpause, Gespräche mit unseren „Gegnern“, zuerst mit der Geschäftsführung der SCM GmbH aufnehmen und sondieren ob friedliche Lösungsansätze denkbar sind.

Solange liebe Taxi–Kolleginnen und Kollegen seit wachsam. Meidet bereits überbelegte Halteplätze. Ihr könnt uns gerne auch Anregungen zukommen lassen, an Taxi-Schildwelchen Halteplätzen Handlungsbedarf besteht. Denn die Halteplatzsituation in Kassel bleibt auch weiterhin eines unserer Schwerpunktthemen. Und wir werden sicher bald Gelegenheit haben, diese mit VertreterInnen der Stadt zu erörtern. … (MA)

Das „Grüne Auto“? – Was ist das?

Alles übers „Grüne Auto“!

Wir alle haben vor einiger Zeit über den Fahrtenvermittler Uber geredet und diesen soge-nannten alternativen Taxibetrieb, als neue Bedrohung für das Taxen- und Mietwagenge-werbe wahrgenommen. Diese Bedrohung war zwar noch weit weg, aber für uns doch sehr real.

Jetzt müssen wir uns mit einem ähnlichen Problem auseinandersetzen. Dieses ist nicht mehr weit weg, sondern befindet sich schon direkt vor unserer Haustür. Das Problem heißt „Grünes Auto“ und wurde vom NVV ins Leben gerufen.

Was ist das „Grüne Auto“?

Das „Grüne Auto“ ist ein privater PKW, der im Auftrag des NVV Fahrgäste befördert. Dieses Fahrzeug braucht keine besondere Prüfung durch den TÜV (BO Kraft) und keine besondere KFZ Versicherung, wie das bei Taxen und Mietwagen üblich ist.

Wer kann dieses „Grüne Auto“ fahren?

Jeder, der einen gültigen Führerschein hat. Der Fahrer braucht keinen Personenbeförderungsschein, kein polizeiliches Führungszeugnis und auch keinen Gewerbeschein. Das einzige was der Fahrer braucht, ist ein Auto. Und dies muss nicht mal Grün sein.

Wie wird man Fahrer eines „Grünen Autos“? Wie bekommt der Fahrer seine Aufträge?

Dies ist sehr einfach! Der Fahrer meldet sich beim NVV mit dem eigenen Fahrzeug an. Immer dann. wenn er sein Fahrzeug nutzen will, gibt er dem NVV durch wann und wohin er zu fahren gedenkt. Er bekommt dann gesagt, an welcher Haltestelle des NVV er einen Fahrgast abholen soll und an welcher Haltestelle des NVV er diesen wieder absetzen muss. Das Ganze ähnelt ein wenig, der uns bekannten Frühsammeltaxe.

Wo ist das „Grüne Auto“ schon in Betrieb?

Im Raum Niedenstein und im Raum Meisner. Hier werden durch das „Grüne Auto“ einige Buslinien am Abend ersetzt. Ziel dieser Aktion könnte es sein, auf diese Weise bestimmte Buslinien ganz oder teilweise zu ersetzen.

Wir, die IG der Kutscherinnen und Kutscher haben diesbezüglich bereits Kontakt mit der Gewerkschaft ver.di aufgenommen und werden versuchen in Kooperation, etwas gegen die schleichende Ausdünnung der Personenbeförderung durch den NVV zu unternehmen.

Am-Dach
Bei Tag und bei Nacht – Für immer unterm Dach!

IG der Kutscherinnen und Kutscher unterstützt Bündnis Nahverkehr für Kassel!

Nahverkehrsdemo-LogoBeginn 13 Uhr am Hauptbahnhof
Schlusskundgebung 14.30 Uhr Rathausplatz!

  • Mit der von der KVG geplanten Netzreform werden erhebliche Verschlechterungen für die Personenbeförderung mit Bus und Tram eintreten:
  • Buslinien werden gestrichen längere Wege und häufigeres Umsteigen
    Wohngebiete werden vom Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) abgehängt
  • Taktausdünnungen am Wochenende und in den Abendstunden
  • Einschränkungen der Mobilität für Viele: z. B. Schüler*innen,Senior*innen, Menschen mit Behinderungen, von Armut und sozialer Ausgrenzung Betroffene

    Als Folge der Netzreform werden Autoverkehr und damit die Umweltbelastung zunehmen. Die Pläne der Netzreform stehen im Widerspruch zum “Verkehrsentwicklungsplan Stadt Kassel 2030“, der “hochwertige Angebote“ bezogen auf den ÖPNV fordert.

    Gegen die Netzreform der KVG regt sich bereits breiter Widerstand. Sie muss grundlegend überarbeitet werden. Wir geben uns nicht damit zufrieden, dass eventuell die eine oder andere Angebotsverschlechterung zurückgenommen wird, während es für andere Linien Verschlechterungen gibt. Wir erwarten klare Aussagen der Parteien vor der Kommunalwahl, damit die Wähler entscheiden können, welcher Partei sie ihre Stimme geben! Eine Verschiebung bis nach der Wahl ist unredlich.

    Wir fordern:

  • einen attraktiven und zukunftsfähigen öffentlichen Nahverkehr in Kassel
  • Senkung der Fahrpreise
  • Taktverdichtung und Ausbau der bestehenden Linienführungen von Bus und Tram
  • Busverkehr anstatt Anruf-Sammel-Taxen (AST)
  • Keine weiteren Privatisierungen des Nahverkehrs
  • bessere Arbeitsbedingungen für die Fahrer*innen!

    Diesen Aufruf unterstützen:
    Siehe: facebook


    Verantwortlich im Sinne des Presserechts: Regine Kändler, Ernst-Röttger-Str. 9, 34134 Kassel

Wiedereröffnung der Friedrich-Ebert-Strasse!

Wie steht es mit den Taxi-Halteplätzen dort?

Auf Einladung von Stadtbaurat Nolda nahmen die Kollegen Jack Boettcher und Manfred Alter an der Veranstaltung, zur Wiedereröffnung der Friedrich-Ebert-Strasse, teil.

Sie konfrontierten Stadtbaurat Nolda mit der Frage, was denn nun aus den Halteplätzen in der Strasse wird? Sie machten ihn darauf aufmerksam, dass die Kolleginnen und Kollegen „stinksauer“ sind, weil in dieser Frage bisher nichts passiert ist.

Nolda-Eroeffnung-Fr-Ebert-1

Stadtbaurat Nolda sicherte den beiden Vertretern der IG einen „Runden Tisch“, zu diesem Thema, zu. Zu diesem soll schon bald eingeladen werden.

OK! Wir bleiben an der Sache dran! Wir hoffen, dass man unsere Geduld hierbei nicht auf die Probe stellt. Die IG der Kutscherinnen und Kutscher ist ja für ihre phantasievolle Art bekannt, mit der sie für die Anliegen der Kolleginnen und Kollegen eintritt.

Hr-Hessenschau vom 26.12.2015 berichtet über erreichten Kompromiss!

Der Anfang ist getan!

Wir haben uns zusammengeschlossen, um gemeinsam für unsere Interessen zu kämpfen.

Ein erstes von uns angegangenes Problem:

… die Zufahrt zu den ÄrztInnen in der Kasseler Innenstadt (Fussgängerzone) ohne Knöllchengefahr, hat durch unseren gemeinsamen Einsatz zu einem Kompromiss – am Runden Tisch mit Stadtbaurat Nolda – geführt. Dieser gilt zunächst für ein Jahr. Danach werden wir sehen, wie wir mit diesem leben können.

Eines aber zeigt sich schon jetzt! Wenn wir uns zusammenschliesen und was tun, dann erreichen wir auch was …

Die Hessen schau berichtete am 2ten. Weihnachtstag über den erreichten Kompromiss:


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