Unsere Konkurrenz! Mietwagen, Uber, der NVV! Was tun …?

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Ihr beschwert euch alle über die vielen Mietwagen. Sicher nicht ganz zu unrecht, aber Mietwagen gehören seit über 50 Jahren zu unserem Stadtbild. Nicht jede/r BürgerIn kann es sich leisten in ein Taxi zusteigen. Also nimmt er sich einen Mietwagen. Glaubt ihr etwa, dass alle Fahrgäste der Mietwagen auch in ein Taxi steigen würden? Ihr glaubt, dass die Mietwagen die große Bedrohung für das Gewerbe sind.

Aber ihr nehmt zum Beispiel nicht wahr, dass der NVV im Raum Eschwege und Sontra einen Fahrdienst aufgebaut hat. Der nennt sich Grünes Auto! Schaut einfach mal auf die Internetseite des NVV. Da seht ihr die Bedrohung!

Und fragt euch doch einmal warum einige Taxen UnternehmerInnen selbst Mietwagen unterhalten. Auch deren Mietwagen sind zum Teil sehr gut Ausgelastet. Diese Fahrten könnten gut von Taxen durchgeführt werden. Aber auch von diesen Fahrten sehen wir nichts.

Ich sehe aber viel größere Probleme auf das Gewerbe in Kassel und anderen Städten zukommen! Es gibt zum Beispiel UBER schon in Großstädten wie München, Hamburg, Berlin usw. Auch andere Fahrdienstvermittler bieten bereits ihre Leistungen an. Zum Beispiel My Taxi bundesweit oder Moia in Hannover. Es gibt dazu noch verschiedene Apps, mit denen man ein Taxi bestellen und auch bezahlen kann. Ihr müsst nur mal im Internet nachsehen, dann sollte jedem klar sein, dass diese Welle das Gewerbe überrollen wird und nur wenige dies überleben werden.

Ich rede hier noch nicht einmal von Selbstfahrenden Taxen (Fahrzeugen) wie sie Daimler, VW und alle anderen Hersteller zurzeit entwickeln. Diese werden zwangläufig über Kurz oder Lang auf den Markt kommen. Die meisten Zentralen in Deutschland sind Fahrdienstvermittler da sie keine eigenen Fahrzeuge unterhalten.

Das so genannte Problem mit Mietwagen ist kein Kasseler Problem, sondern wenn es überhaupt ein Problem ist, ist dieses Bundesweit.

Doch kommen wir nun einmal zu dem Ordnungsamt (OA) der Stadt Kassel. Ich weis, dass die Ordnungsbehörde Kassel nur für die Mietwagen zuständig ist, die in Kassel eine Konzession erhalten haben und damit auch für die Einhaltung der Rückkehrpflicht dieser Fahrzeuge Für alle anderen Mietwagenunternehmen ist nicht das Ordnungsamt Kassel, sondern die Behörde zuständig die, die Konzessionen ausgestellt hat. Also in unserem Fall die umliegenden Gemeinden.

Ich weis aber aus eigener Erfahrung, dass das OA Kassel sehr locker mit seinen Aufgaben gegen über den Mietwagen umgeht. Das OA Kassel hat damit einen rechtsfreien Raum, der von den Mietwagen genutzt wird. Ich frage mich immer warum niemand bei der übergeordneten Behörde vorstellig wird. Kann es sein das ein Streifenwagen des OA Kassel am Bahnhof Wilhelmshöhe seiner Streifentätigkeit nachgeht ohne das dieser Streife die Mietwagen auffallen, die dort im Halteverbot stehen? Es wird von der Streife einfach in eine andere Richtung geschaut. Eine andere Möglichkeit dieses Problem zu lösen ist: Sie Streife hält kurz an. Fährt dann weiter. Die Mietwagen verlassen den Bahnhof und das Streifenfahrzeug fährt an der Ampel nach rechts in Richtung Innenstadt. Die Mietwagen fahren nach links in Richtung Bahnhof Wilhelmshöhe. Bei diesen Streifenfahrten werden keine Ordnungswidrigkeitsanzeigen geschrieben. Warum nicht liebes OA Kassel.

Aber! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Warum schreibt Ihr keine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen diese Mitarbeiter? Ihr müsst euch eben mit euren Anliegen an den Landkreis wenden. Natürlich wird gegen die Rückkehrpflicht verstoßen. Aber fragt Euch doch mal, ob Ihr als FahrerInnen nicht selbst etwas unternehmen könnt. Eine Möglichkeit ist: Schreibt Dienstaufsichtsbeschwerten gegen die MitarbeiterInnen des Ordnungsamtes, wenn ihr seht, dass die MitarbeiterInnen ihrer Pflicht nicht nachkommen. Ihr seht dies doch jeden Tag am ICE Bahnhof.

Warum also nicht zur Abwechslung mal eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen MitarbeiterInnen de OA schreiben. Dies wäre sicher vor allem die Aufgabe der UnternehmerInnen, die sich ja ständig über schwindenden Umsatz beklagen. Aber auch jede/r von euch kann so eine Beschwerde beim Regierungspräsidium einreichen. Dies Schritt wird aber weder von den FahrerInnen noch von den UnternehmerInnen, noch von einer Zentrale gemacht umgesetzt. Ich frage mich warum geschieht auf diesen Ebene nichts?

Ja ich weis, dass in Kassel viel mehr Mietwagen fahren. Die sind aber alle im Landkreis zugelassen und sind so dem Zugriff der Stadt Kassel entzogen. Hier sollten alle TaxiunternehmerInnen und Zentralen einmal Druck auf die zuständigen Ordnungsämter im Landkreis ausüben. Das diese in Zusammenarbeit mit dem OA Kassel etwas unternehmen. Aber auch ihr die alle auf die Mietwagen schimpf könnt etwas machen, schreibt sie auf und gebt die Anzeigen bei der Verkehrsaufsicht ab. Es gibt zudem eine App für Verstöße gegen die Rückkehrpflicht. Die APP läuft beim Bundesverband Taxi- und Mietwagen auf und wird dort von einer Rechtanwältin bearbeitet. Die App ist im Play Store für Androit zu finden und heißt btMv. Ich bin mir zwar sicher, dass diese sich keine/r von euch auf sein Smartphone herunterladen wird, aber so haben habe ich es euch zumindest mal mitgeteilt und ihr könnt euch i, Nachhinein nicht mehr darüber beschweren, das ihr davon keine Ahnung hattet.

Euer Jack

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